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Di Carlo Caffe Crema im Vergleich

Di Carlo Caffe Crema im TestIn Äthiopien ist Kaffee seit dem 9. Jahrhundert bekannt. 1592 gelangte das koffeinhaltige, damals fast unbezahlbare Getränk nach Europa. Heute zählt Kaffee zu den beliebtesten Genussmitteln. Wir haben den Di Carlo Caffe Crema auf seinen Geschmack, seinen Duft, seine Bekömmlichkeit und seine Wirkung getestet. Hält er wirklich, was er verspricht?

Verpackung und Lieferumfang

Die Lieferung des Kaffees erfolgt in aromaversiegelten Paketen zu jeweils einem Kilogramm. Mithilfe eines integrierten Faltbands mit Draht lassen sich die Beutel nach dem Öffnen wieder weitestgehend aromadicht verschließen. Großpackungen mit mehreren Einzelpaketen sind zusätzlich nochmals in Kunststoff eingeschweißt. Wir finden die Verpackung des Kaffees optimal.

Duft

Als wir die Verpackung des Di Carlo Caffe Crema öffneten, fiel uns sofort der angenehme Geruch auf. Der Di Carlo Caffe besteht aus 100% Arabica-Bohnen. Die Bohnen dieses sogenannten Bergkaffees wachsen in einer Höhe zwischen 600 Metern und 1800 Metern. Der Kaffeeduft ist bei dieser Sorte deutlich ausgeprägter als bei den Robusta-Kaffees der Ebene. Zum Erhalt des Buketts trägt sicherlich die sofortige Vakuumverpackung nach der Röstung im Hause Di Carlo bei. Das Vakuum schließt das an sich leicht flüchtige Aroma ein. Nach dem Aufbrühen intensivierte sich der angenehme Duft des Kaffees. Für sein ausgeprägtes Aroma bekommt der Di Carlo Caffe von uns die Bestnote 5.

Geschmack

Bevor wir mit der Zubereitung begannen, sahen wir uns als Erstes die Bohnen des nach italienischer Art gerösteten Kaffees genauer an. Uns fiel auf, dass ein Teil des Inhalts aus Bruchstücken und Schalen bestand. Einige Stücke wirkten auffallend hell, andere schwarz verbrannt. Nicht alle Bohnen waren vollständig durchgeröstet. Nach unserem Geschmackstest sind wir jedoch der Meinung, dass dies dem Genuss nicht schadet. Für die Zubereitung stellten wir die Kaffeemaschine anfangs auf den feinsten Mahlgrad ein. Damit erhielten wir eine sehr schwache Crema. Der für die Arabica-Bohnen typische milde und dabei dennoch kräftige Geschmack entwickelte sich nicht. Schritt für Schritt verminderten wir den Feinheitsgrad. Als wir bei der gröbsten Stufe angelangt waren, bildet sich die ausgesprochen aromatische, haselnussbraune Schicht. Für uns bedeutete dies, dass der Di Carlo Caffe Crema nur mit einer Grobeinstellung seine ausgeprägte Crema und damit seinen guten Geschmack erhält. Bei der Bewertung ziehen wir deshalb aufgrund der schwachen Crema bei einem fein eingestellten Mahlwerk sowie der Bruchbohnen und Schalen einen Punkt ab. Für den dennoch ausgezeichneten Geschmack nach der Grobeinstellung erhält der Di Carlo Caffee Crema von uns fünf Punkte. Insgesamt bewerten wir den Kaffee mit einer 4.

Verträglichkeit

Wie jeder andere Hersteller mischt und röstet Di Carlo seine Kaffees nach einem firmeninternen Rezept. Das Mischverhältnis der Bohnen sowie die Röstung entscheiden über die Kombination Säure, Körper und Aroma des Kaffees, zudem sind sie für die Verträglichkeit ausschlaggebend. Di Carlo hat mit seinem Caffe Crema ein Produkt geschaffen, das nach unserer Meinung ein sehr ausgewogenes Verhältnis besitzt. Wir haben den Kaffee für unseren Test schwarz getrunken, da Milch die enthaltene Säure etwas neutralisiert. Selbst nach mehreren Tassen hintereinander stellten sich bei uns keinerlei Magenprobleme ein. Allerdings betonen wir ausdrücklich, dass die Verträglichkeit von Kaffee sehr individuell ist. Jeder Körper reagiert auf die Säuren des koffeinhaltigen Getränks anderes. In unserem Fall erhält der Di Carlo Caffe Crema für seinen Verträglichkeit die Bestnote 5.

Wirkung

Nachweislich steigert das in den Kaffeebohnen enthaltene Koffein die Aufmerksamkeit und blockiert den Botenstoff Adenosin. Adenosin ist für die Müdigkeit verantwortlich. Wir haben den Di Carlo Caffe Crema sowohl zum Frühstück als auch während der Arbeit und in der Freizeit getrunken. Bei unserem Test über den ganzen Tag achteten wir darauf, dass wir den Kaffee gleichmäßig verteilten. Nach unserer Ansicht besitzt der Di Carlo Caffe Crema ausreichend Koffein, um als Muntermacher zu wirken. Das galt sowohl für den Start in den Tag als auch für die Müdigkeit und die Konzentrationsprobleme, die während der Arbeit auftraten. Allerdings können wir das Ergebnis aufgrund der Individualität des Menschen nicht pauschalisieren. Aus unserer Sicht verdient der Di Carlo Cafe Crema für seine muntermachende Wirkung die Bestnote 5.

Vorteile:

+ aromasichere, wiederverschließbare Verpackung
+ sehr ausgeprägter Kaffeeduft
+ milder, vollmundiger Geschmack
+ gute Verträglichkeit
+ guter Muntermacher

Nachteile:

– nur mit gröbstem Mahlgrad eine ausgeprägte Crema
– teilweise ungenügende Röstung

Fazit

Wir sind der Auffassung, dass der Di Carlo Caffe Crema trotz seines günstigen Preises bezüglich Geschmack und Aroma durchaus hält was er verspricht. Die Verpackung hat uns sowohl durch die Aromaversieglung als auch aufgrund ihrer Wiederverschließbarkeit überzeugt. Den Duft und den Geschmack fanden wir sehr gut, obwohl die Crema etwas stärker ausgeprägt sein dürfte. Trotz des Genusses mehrerer Tassen haben wir den Di Carlo Caffe gut vertragen. Magenprobleme traten selbst nach einer größeren Menge bei uns nicht auf. Die Wirkung als Muntermacher können wir bestätigen. Gestört hat uns der Kaffeebruch in Verbindung mit einer teilweise mangelhaften Röstung. Wir halten den Di Carlo Caffe Crema dennoch für empfehlenswert. Allerdings möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass für Kaffee dasselbe gilt wie für jedes andere Nahrungs- und Genussmittel: Ein abschließendes Urteil muss sich jeder selbst bilden.

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